Band 
Vierter Band.
Seite
176
JPEG-Download
 

176

Am anderen Morgen nm 8 Uhr (8. Septembers)zeigten sich feindliche Reiter-Abtheilungen nebst Geschützunter den Generalen Oppen und Ornrk vor Torgan.Sie machten ein lebhaftes Kanonenfener auf die vordem Brückenkopf gelagerten Heeres-Trümmer des Mar-schalls Ney, und in wilder Flucht und Unordnung stürztealles nach der dortigen Elbbrücke. Nur durch die größteThätigkeit, Umsicht und Strenge gelang es dem Gene-rallieutenant Raglowich, seine Bayern geschlossen bei-sammen zu halten, und sie nebst ihrem Geschütz auf daslinke Ufer der Elbe überzuführen, wo er nach erhaltenenBefehl, Stellung bei Grafcndorf nehmen mußte. AmY. September Morgens rückte er weiter nach Eulenbura,wo für den I2ten Heertheil der Sammelplatz seyn sollte.An eben diesem Tag hatten sämmtliche AbtheilungenNeys das rechte Elb-Ufer verlassen, weil ihnen dieletzte Schlacht einen Verlust von mehr als 10,000 Tod-ten, Verwundeten und Gefangenen verursacht hatte. Auch43 Stücke Geschütz, einige Fahnen, mehrere tausend Ge-wehre, waren der Sieger Beute geworden. MarschallNey hatte sich Glück zu wünschen, daß sein Gegner ihnnur äußerst langsam und mit weniger Kraft verfolgte,und nicht früher, als er, den Punct Herzberg besetzte.Wäre das letztere geschehen, würden von den über Dahme

zurück-

fortdauernden Lagern unter freiem Himmel. Das Chevaux-legers - Regiment war bei Wiederanfang der Feindseligkeitenstark 17 Officiere, 546 Reiter. Jetzt zählte es g Osficiere25Y Reiter. Daher dessen Nerlust 9 Osficiere, 507 Pferde,wovon 6 Officiere und 97 Reiter in Gefangenschaft gera-then waren.