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Vierter Band.
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Dagegen hatte der österreichische Feldzeugmeister FürstRenß, mit dem Hanptgelager in Lambach , seinem Heerevom rechten Dona»-Ufer bis zum Ursprung der Enns ,gegen Jllyrien zu, sehr ausgedehnte Stellung angewiesen,eine ungeheuere Vorposten-Kette gezogen, und täglichbeinahe den dritten Theil seines Heeres unter Waffen.Ware es zum Kriege gekommen, wurde er seine Trup-pen nur äußerst langsam haben zusammenziehen können;da hingegen Wrede jede Stunde schlagfertig stand.

Während dieser umfassenden kriegerischen Anstalten,und während Wrede noch die Verbindung mit dem fran-zösischen Hauptheer durch regsamen Briefwechsel mit N a-poleon in Dresden , mit Marschall Augereau in Würz-burg unterhielt, waren aber mit den verbündeten Mach-ten schon Unterhandlungen angeknüpft. Bayern konnteund wollte nicht länger mit Frankreich in einem Bundestehen, durch den es sich erschöpfte und in volle Abhän-gigkeit von Frankreich verlor. Und hatte Napoleons Hauptheer in Sachsen wirklich größere Fortschritte ge-than, und hatte sich auch Augereau zur VertheidigungBayerns mit Wrede verbunden, — Bayern konntenicht länger in einem Verhältniß bleiben, welches die un-erhörtesten Opfer zur Pflicht machte, die Finanzen desReichs aufs äußerste zerrüttete, den allgemeinen Wohl-stand bis in den Wurzeln zerstörte, und die Blüthe der Na-tion für fremde Interessen auf entfernte Schlachtfelderführte. Bayern selbst ward jetzt noch dazu auf seinerempfindlichsten Seite bedroht. Denn der österreichischeGeneral Hitler, der gleich nach erfolgter Kriegs-Er-klarung des österreichischen Hofes, mit einem beträchtli-chen Heere über Klagenfurt gegen die illyrischen Provin-zen vorgedrungen war, und sie größtentheils erobert hatte.