chauer Ebene behauptet. Und noch während des blutigenKampfes bei Wachau und Möckern eilten dem HeereSchwarzenbergs von allen Seiten bedeutende Ver-stärkungen zu. So das Kricgsvolk unter dem Kron-prinzen von Schweden , welches am Abend (16. Oc-tober) bei Landsberg lagerte. Venningse» nahm Stel-lung bei Colditz; Colloredo bei Borna .
Fürst Schwarzenberg hatte beschlossen, sein Heeram folgenden Tag (17. October) aufs neue zum Kampfzu führen; doch weil die Russen unter Benningsennoch nicht auf dem Schlachtfelde eingetroffen waren, ver-schob er den Angriff. Auch Kaiser Napoleon blieb amandern Tag (17. October) in gänzlicher Ruhe. BeideHeere standen einander schweigend gegenüber und berei-teten sich auf die kommenden Ereignisse vor. Nur Blü-cher wollte diesen Tag nicht thatlos verlieren. Er er-blickte die Heeresabtheilung Soul)am, auf ihrer Rech-ten die Reiterei des Herzogs von Padua , letzterehinwieder an die Wartha angelehnt, in Schlachtordnunghinter Euteritz, und folgerte daraus, er werde angegriffenwerden. Also beschloß er seinem Feinde zuvorzukommen.General Längeren mußte 24 Stücke Geschütz vor Wet-teritz auffahren, sie durch den loten russischen Heertheilund die Reiterei des Generals Sacken imrerstützen las-sen; zugleich General Wasiltschikow mit seinen Ko-saken und vier russischen Husaren-Regimentern gegen diefranzösische Reiterei unter dem Herzog von Padua vorrücken. Obgleich sich diese mit Geschütz vertheidigte,setzte dennoch Wasiltschikow den Angriff fort. DieGeschwader des HerzogS von Padua entflohen mitSchrecken bis in Leipzigs Vorstädte, wo sie sich unterdem Schutze von Souhams Fußvolk wieder sammelten.