lige der Zustände, schlaffer. Und am empfindlichstenrniißre dies dem bayerischen Staat werden, der bedeu-tenderen Aufwand an Kräften, als fast jeder andereStaat, für sein Heer und die allgemeine Landesbewaff-wmg gemacht hatte und noch machte. Denn-'bis Endedes Juli waren sämmtliche Regimenter und Bataillonedes Heeres schon vollzählig gemacht Jedes der Reiter,Regimenter stand schon wieder bereit, in der Starke von6 Geschwadern, inö Feld zu rücken. Ein siebentes bil-dete bei jedem Regimente tüchtigen Vorbehalt, zur Er-gänzung entstehender Lücken.
Gleich nach der Heimkehr des bayerischen HeereSins Vaterland, hatte man sämmtliche Grenadier-Com-pagnien nach München berufen, und (5. Juli) aus ihnenein Grenadier-Garderegiment von drei Bataillons gebil-det*). Anstatt der bisher bei den Linienregimentern be-standenen Grenadier-Compagnien, erhielt jedes Batailloneine Ste Füßilier-Compagnie. ES ward auch (unterm16. Juli 1814) ein Garde dü Corps-Regiment von sechsGeschwadern und einer Reserve-Escadron errichtet. Ausden vom Fürstenthum Aschaffenburg an Bayern überge-gangenen Abtheilungen und aus dem bisherigen 6 te» leich-ten Bataillon, sah man, nach Auflösung sämmtlicher leich-ten Bataillons, (am 16 . Juli) das l4te Linienregimententstehen; das Zte leichte Bataillon ward in das irte Re-giment eingereihet. Das iste und rte leichte Bataillon
*) Die Stärke jeder Compagnie ward auf 4 Officiere undi64 Mann festgesetzt, so wie zugleich bestimmt, daß jederOfficier und jeder gemeine Mann, vor seinem Eintrittc indiese auserwählten Schaaren, wenigstens ein'Jahr in derLinie gedient habe» mußte.