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Preußen unter dem großen Kurfürsten, währenddie Schweden darin hausten, so wie an die Be-sreiungsschlacht von Fehrbellin , ferner an dasjenige,was Friedrich der Einzige und sein Volk gegenganz Europa leisteten, und endlich an den letztenBefreiungskrieg von französischer Oberherrschaftzu erinnern. Solche Erscheinungen beweisen hin-länglich, was die vereinigte Masse der moralischenKräfte eines ganzen Volks vermag, wenn Nothund Begeisterung den Zauber lösen, der sie sonstgebunden hält.
Eben darum hat aber auch der große Kurfürstseine meisten glücklichen Unternehmungen größten-theils mit Aufgeboten oder Rekruten ausführenkönnen, denn nach jedem Kriege mußten dieTruppen wegen Mangel an Erhaltungsmittelnwieder entlassen, und zu jedem neuen Kriege neueKorps geworben werden. Darum hat fernerFriedrich der Einzige schon nach den ersten Jahrendes siebenjährigen Krieges, als das von Friedrich Wilhelm I. gebildete geübteste Heer seiner Zeitschon durch viele Schlachten dahingerafft war,mit neu ausgehobenen, zuletzt kaum dem Knaben-alter entwachsenen Rekruten noch so herrliche Siegeerstritten, und aus dem schwersten der Kämpfe,welche dieKriegsgeschichteallerIeiten kennt, glorreichund ruhmvoll hervorgehen können^). Darum hat
*) Stets waren in den Zellen großer Gefahr außerordent-liche Hülfsmittel zu ihrer Abwendung erforderlich gewesen,weiche nicht auf gewöhnlichen Wege» herbeizuschaffen sind,wir «selchet» aber Ha6 Land der Regierung freiwillig enri