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Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
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Landwehren und Freiwilligen, ein Heer von solcherStärke aufbringen und erhalten können, als esnie vorher, bei doppelt so großer Ländermaffe undEinwohnerzahl, gehabt hatte.

Und was erzeugte diese Begeisterung und merk-würdige Anstrengung nach so großen Unglücksfallen,und nach so vielfacher Lähmung und Verstopfungder edelsten Lebenskräfte und Wohlstandsquellendes Volks? Die lieberalen, die Gleichheit derRechte aller Staatsbürger bewirkenden Institu-tionen waren es, welche so Großes bewirkten,nachdem eben durch sie das Band zwischen Re-genten und Volk noch inniger befestigt worden,und insbesondere die ehemalige Scheidewand zwi-schen Volk und Heer selbst gefallen war. Indemletzteres eine Verfassung erhielt, welche an undfür sich auf die Entwickelung und Thätigkeit dergeistigen und moralischen Kräfte des Einzelnenbegründet, aus dem Leben des Volks hervorging,ward es ferner zum würdigsten und wahrhaftenRepräsentanten der kriegerischen Elemente dessel-ben erhoben. »

Die Abschaffung der schon erwähnten Gebrechen,und dagegen die Einführung der allgemeinen Mi-litair-Pflicht, die Besetzung der Offizier-Stellendurch die würdigsten Bewerber aus allen Ständen,die humanere Behandlung des Kriegers durchEinführung von neuen Kriegsartikeln, die erhöhtemoralische Würde des ganzen Offizierstandes, undendlich hie Landwehr-Einrichtung, deren §ert-