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und die Bauern erhielten Befehl, ihnen so oft siebetteln würden, einen Pfennig zu geben, hingegensie mit Schlägen abzuweisen, wenn sie sich mit die-ser Gabe nicht begnügen wollten. Natürlich hattediese lächerliche Anstalt zur Folge, daß der Kurfürststatt ordentlicher Kriegsleute ein Heer Bettler bekam.Ohnehin bestanden diese meist aus zusammen gelau-fenem liederlichen Gesinde!, welches bei diesem Her-umziehen raubte und plünderte, und die Landesbe-wohncr auf alle Weise quälte. Tüchtige Landsknechtewaren damals schwer zu bekommen, indem die bes-sern sich lieber in den großen Kaiserlichen und Schwe-dischen Heeren anwerben ließen. Ganz und garzerfiel schon um diese Zeit die Verfassung des Auf-gebots, wodurch bei dem schlechten Geist der gewor-benen Truppen, und der Schwäche der Regierung,alle kriegerische Haltung des Volks verloren ging -°).
2.
Nachrichten
von der Brandenburgischen Artillerie vor undunter George Wilhelm.
Auf seinem Juge nach Preußen nahm der Kur-fürst auch die im Text erwähnten 41 Artilleristen mit.Dies geht wenigstens aus den alten und neuen Denk-würdigkeiten des Pteußischen Heers unbczweifelt her-vor, indem darin der Naturalbedarf der nach Preu-ßen marschirtcn Truppen angegeben wird, und dabeider Artillerie, wie folgt, Erwähnung geschieht: ,»hier-
*) Sruyr Brandenburgisch Preußische Kricgsverfaffung >ur Zei»»eS sroßen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Berlin , »srs,