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Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
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214
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das ganze Volk wehrhaft, so versetzte dagegen dirFeuer-Taktik in ein so fremdes verwickeltes Feldvon Fertigkeiten, die anfänglich so unvollkommneHandhabung der neuen Kunst erforderte so viele Vor?hereitung. daß davon jeder Nichteingeweihte schonan sich ausgeschlossen ward, und der Begriff derFLehrbastigkcit eines Volks sich in dem eines abgeson-derten, eine eigne Zunft bildenden Wehrstandeö verengte»Diese Abgeschlossenheit verminderte sicherst in der FolgeWieder in dxm Maaße, als der Gebrauch des Schieß?gewehrs zu mehrerer Vollkommenheit und Einfach-heit gedieh, und bei den häufigen Kriegen und stetszahlreicher werdende» Kriegsherren, so wie endlichwegen der zunehmenden Ausbildung und Verbreitungder Künste und Wissenschaften, auch die KenntnisseUnd Fertigkeiten der Kriegöleute jn immer weitemKreisen in das allgemeine Gebiet des Wissens über-traten, Wen» hiernach endlich abzusehen ist, daßder Begriff des Wehrstandes wieder mit dem derallgemeinen Wehrhaftigkeit der Volker in eins zu-sammen fallen, und das Kriegswesen derselben wiederWie vor Erfindung des Schießpulvers mit ihreminnern Lehen und Erziehungswesen verpflochten wer-den wird; so rechtfertigt sich schon aus diesem Ge-sichtspunkt die Wiederherstellung des Systems herAufgebm unter zeitgemäßen Formen»