Eine Dondening der Stoß- und Sckneßwaffewäre also überall unzweckmäßig, mithin auch dieEinführung der Pike in keiner Hinsicht gerechtfertigt.Nöthiger scheint vielmehr für ein wirklich eintreten»des Handgemenge, die Fertigkeit, das Vajonet hierzuyuf eine geschickte und gewandte Weise zu handha-ben. Unstreitig dürfte die Aneignung einer Fccht»kunst mit dem Bajonct eine lleberlegenheit über eenGegner verschaffen, und dem Aufschwung zum Stoß-gefecht wohl sehr förderlich seyn. Ganz vorzüglichwürde sie aber dem einzelnen Infanteristen, also imAllgemeinen dem Tirailleur zu statten kommen. DieErfahrung weist viele Beispiele nach, daß sich ein-zelne Tiraillcurs, selbst ohne mehr geladen zu haben,gegen ein und zwei Kavalleristen mit Vortheil ver-theidigt haben. In den, Felvzuge am Rhein 1793wehrte sich sogar, nach der Versicherung cineSerfahrnen Augenzeugen ein französischer Tirailleurgegen vier Sächsische Dragoner mit einer bewun-dernswürdigen Gewandbeit so lange, bis er Hülfevon den Seinigen erhielt. Es ist daher keineFrage, Laß nicht die Fertigkeit mit dem Bajonet zufechten, dem Tirailleur einen hoben Grad von Zu-trauen zum Kampf mit einzelnen Kavalleristen gebe»muß, deren Angriff in der Ebene er so häufig aus-gesetzt ist. Also auch von dieser Seite betrachtet,verdient die Bajonekfcchtkunst die höchste Aufmerk-samkeit- 2 )
So viel dem Verfasser bekannt ist, wird schon bei mehreren
Mifanrerie-Regimencern des HerrS in der Fechtkuost Mit dem
Wajrner Unterricht ertheilt.