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tig der sä 2. erwähnte Nachtheil eintreten, und die»ser im voraus den wahren oder eingebildeten Vorzugder Pike zum eigentlichen Durchbrechen, ohne Vor-theil davon ziehen zu können, vernichten. Dazudürfte die Pike zum Handgemenge seihst, wegen ihrerLange und Unbchülflichkeit, nicht geeignet seyn. AlsAngriffswaffc bedienten sich die Rdincr am liebstendes kurzen Schwerts, womit sie auch den mit Pikenbewaffneten Griechischen Phalanx trennten.
Hinsichts der Wirksamkeit der Piken an sich istferner nicht zu verkennen, daß diese selbst bei derReiterei mehr »nponire», als eigentlich gefährlich sind,und sogar von der Hand eines Kosacken geführt,bloß inehrenlheilS noch heilbare Verwundungen ver-ursachen. Man kann also den Vorwarf der geringenSchädlichkeit dem Bajonet nicht allein machen, ab-gesehen davon, daß es für den Augenblick immervorthcilbaft ist, einen Feind außer Gefecht gesetzt zuhaben. Awar ist das Bajonet nicht die Vortheil,Hafteste Stoßwaffe, aber auf dem Fcuergewchr ge-steckt, zur Zeit die Beste. Diese Verbindung sagtbesonders dem viclgcstaltcten Charakter der heutigenGefechte zu, und zwar am hänfigstsn bei hartnäcki-gen Kämpfen um Lcfilccn, haltbare Punkte in Ort-schaften re. Feuer- und Stoßgcfccht kommen dabeiin schnell wechselnden Momenten in Anwendung,und eindringende wie abwehrende Massen begegnensich unerwartet im beengten Terrain zum entschei-denden Nahgefecht. Hier sowohl als im kleinenKriege, dessen Gefechte schnelle Entscheidung erfor,dern, gehen oftmals die im zerstreuten Fenergefechtbegriffene» Truppen, gesammelt oder nicht, zum ent-schlossensten Angriff über.