folgten mehr dem System von Coehorn. DicSzeigte sich auch i» der Belagerung von Bonn 1689,in welcher man noch die Parallelen von Vauban und die Rikochet-Battcrien vermißt; man folgte lie-ber in der Anlage der Bakterien C oe Korns Maxi-men und suchte durch ein konzentrirtcs Feuer dasGeschütz in den angegriffenen Werken zum schwei-gen zu bruigen. Dagegen wurden die Laufgrabenzwar noch nach der gewöhnlichen Art zickzackfbrmig,jedoch niit größerer Fronte geführt, und durch Re.-duten gegen die feindliche Ausfalle gesichert. ESkann also die Belagerungs-Manier der Brandenbur-ger vor Bonn als ein verbesserter Coehorn scherAngriff betrachtet werden.
Der Kurfürst Friedrich M. leitete diese Bela-gerung in eigner Person unv zwar mit großer Thätig-keit »nv besonderer Kenntniß in der Belazerungökunst.Späterhin sorgte er auch für einen guten Unterrichtim Kricgsbauwesen zur Ausbildung tkchriger Inge-nieur-Offiziere. Der Oberst-Leutnant v. Beer, wel-cher den verschanzten Turenne geschrieben, mußtediesen Unterricht den Kadetten und sich zum Inge-nieur-Offizier bildenden jungen Leuten ertheilen.
Eben so hatte der Kurfürst als nachmaliger Kö-nig von Preußen auch seine Aufmerksamkeit auf daSKarteuwesen und auf die Ausbildung guter Inge-nieur-Geographen gerichtet. Er erließ deshalb imJahr 1704 an die Feldmesser den Befehl, die ver-messenen Feldmarken so zu zeichnen, daß darausvon den Ingenieuren Karten zum militainschen Ge-brauch zusammengetragen werden könnten. Leider
kam