Handwerksleute, auch wohl Künstler unter die Re-gimenter. Einige hielten ihr Handgeld zu Rathe,heiratheten und begannen Gewerbe. Der Soldatward zum Nachtheil des städtischen Bürgers begün-stigt, der ihn bequem beherbergen, und dabei sehrehrerbietig begegnen mußte Auch die Beurlaubtenauf dem Lande neckten ihre Obrigkeiten' und gehorch-ten nach Belieben. Manchen eignen Sckaden aufden Domainen verschmerzte Friedrich Wilhelm ."
Das Preußische Heer nahm eine ganz besondersmerkwürdige Beschaffenheit an; halb stehender Sol-dat, halb Miliz, d- h. ein wohlgeübter Landsoldat.Der Offizier war von Adel bis auf einige wohlge-Wahlte Ausnahmen ^). In jedem übrigen Verhält-nisse zu den ander» Stände», war der Svldaten-stand der geehrtes!?."
2) Das Oekonpmie-System.
Friedrich Wilhelm l. hinterließ einen StaatVon 2200 Quadrat-Meile», 2,200,000 Einwohner,und bei einem Heer von 80000 Mann dennocheinen Schatz von 8 Millionen Rthlr. Diese Zah-len nebeneinander sind lediglich das höchst merk-würdige Resultat einer Staatswirthschaft, und ei-nes Oekonomie - Systems, wobei der König ganzvon der Wirthschaft der übrigen Staaten absehend,das Hauswesen eines wohlhabenden Gükerbesitzers zumMuster nahm, und es dadurch möglich machte, ineinem nach Umfang und Einwohnerzahl wenig be-deutenden Staat eine ungewöhnliche Masse von Kräf-ten zu entwickeln. Der musterhafteste Geist derOrdnung neben der allerersinnlichsten Sparsamkeitkarakterisirten nun insbesondere das Oekonomie-We-
DerrqchrunLkn über die Kriegskunst.