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ftn deS Heers. Alle Bedürfnisse desselben wurdenseit dieser Periode auf das genauste und bis in daskleinste Detail hinunter, so fest bestimmt, daß dieAusgaben auf viele Jahre hinaus berechnet werdenkonnten. Für alle den Truppen verabreichte Be-dürfnisse wurden genaue Etats angelegt, und außer-dem für das Bekleidungswefen eigne Oekonomie-Reg-lements erlassen. Dein nothwendig aus der Ver-mehrung der Masse hervorgehenden Grundsatz zuFolge, mit den geringsteil Mitteln möglichst viel zuerreichen, wurden nun zwar die Bedarfsartikel weitkarger denn sonst zugemessen; dennoch ist nicht zuverkennen, was seitdem eigenthümlicher Vorzug desPreußischen Diensts verblieb, daß nirgends so wiehier der Krieger so regelmäßig gehalten, besoldet undbekleidet ward, ein Umstand, welcher in der Folge,namentlich im 7jährige» Kriege der Werbung fürdas Heer sehr zum Vortheil gereichte. Zur nähernEinsicht von der damaligen Unterhaltung der Truppen,erfolgen hier die vornehmsten Angaben von ihrerBesoldung und Bekleidung, soweit solche aus meh-reren vorliegenden Original-Etats und Oekonomie-Reglementö haben geschöpft werden können,r) Von der Besoldung.
Im Allgemeinen läßt sich zufdrderst darüber be-merken, daß das Einkommen der höhern Chargennoch immer so ansehnlich wie in der vorigen Periodeblieb, ja sogar wegen des BeurlaubungS-Systemsnoch vermehrt ward. Las Gehalt der Hauptleutewar zwar viel geringer, deren Einkommen darumaber im Frieden um nichts geschmälert worden, in-dem ihnen das vorgenannte System zu einer reichenQuelle desselben diente. Die Kompagnie-Chefs waren