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Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
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Periode im Jahr 1752. Da sie gleich anfänglichwie noch gegenwärtig, mit Ausnahme der damalsüblichen rauhen Mützen und ledernen Beinkleider,nach Ungarischer Art nwntirt wurden, so unterbleibthier die Spezifikation der ohnehin bekannten Beklei-dungsstücke. Eine Offizier-Montiriing war übrigenssehr reich mit'Gold oder Silber besetzt und kostete,das Leder und Reitzeug ungerechnet, überhaupt252 und zur jährlichen Unterhaltung 60 Nthlr.6 gGr. 4/2 Pf- Die Kosten der Uniform eines ge-meinen Husaren betrugen 19 Rthlr. 22 gGr. 9^ Pf.,des Lcderzcugs 3 Rthlr. r gGr. und deS Sattel undReitzeugs 14 Rthlr. 17 gGr. ^ Pf. Auf die klei-nen Montirungsstücke wurden nur 4 gGr. monatlichgut gethan, und dafür gegeben 4 Hemden L rv Gr-,2 paar Stiefelsolen » 3 Gr-, r paar Borschuh i Rtl.2 Gr., und eiserne Absätze 4 gGr-, zusammen 3 Rtl.10 gGr. auf die Zeit von 4 Jahren.

Von den Pferden sollte die eine Hälfte 5 Fuß,und die andere 4 Fuß n Zoll hoch seyn. AlleJahre durften ro 5 Pferde per Regiment auSrangirtund eben so viel neue Remonte-Pferde aus der Ukraine und Wallachei eingestellt werden. Mit den vacantenRationen wurde es wie bei der übrigen Kavalleriegehalten.

3 ) Geist und Mannszucht des Heeres.

Ungeachtet der so geringen Besoldung vomSubaltern - Offizier abwärts war die militairi-sche Disciplin und insbesondere moralische Ausfüh-rung des Offizicrkorps nichts destowcniger ohneBeispiel musterhaft, denn selbst der simple Soldatzeigte sich von einem gewissen Hochmuth ergriffen.Man schaffte bei den Regimentern die Offiziere ab