vom Jahre 1740 an, hielten ihr Emporkommen zu»rück, und dagegen das Ganze in stets regsamer fri-scher Thätigkeit. Die Organisation des HecrS undder demselben inwohneudc Geist war der damaligenVolköbeschaffcnheit und übrigen Staatöeinrichtungweniger entfremdet, als denselben vielmehr angemes-sen. Dies Verhältniß änderte stch erst in der Folge,als das Staats- und Volksleben in fortschreitende-Ausbildung blieb, und deshalb der Gegensatz vonVolk und Heer immer schroffer ausgebildet und letz-teres, ein Staat im Staat, sich als ein fremder, derHauptiiahrungssäste eines lebendigen vaterländischenGeistes beraubter Körper isolirte.
4. Taktik.
Es war vorzüglich die Ausbildung der Feuer-Taktik, worin es das Preußische Heer zu einer bisdahin unerhörten Vollkommenheit brachte. FürstLeopold hatte mit dunkler Durchschauung ausseine,, Erfahrungen den Schluß gezogen, daß eseigentlich das Feuer sei, aber physisches mit mora»lischcm verbunden, was dm Sieg zubereite, und daßgut schießen, rasch laden, Uucrschrockenhcit und muthi»ger Angriff am sichersten zur Entscheidung führen.Er suchte dcsbalb^auf eine solche Überlegenheit imSchießen hinzuarbeiten, daß man den Feind gleichKein; Einschreiten in die Wirkungslinie des kleinenGewehrs niedcrhagcln könne. Die Erfindung dereisernen Ladcstöckc und die Ausdehnung des Fußvolkszur Linie von drei Gliedern, zum Feuern war dasvierte Glied früher schon in die andern übergetreten,führte diesem Ziele merklich nahe. Das Schnellfeuerder Preußen erschien als ein neues Meteor in derTaktik, und gab ihnen, besonders im Anfange, jene