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Regierungs-PcriodeFriedrichs des Großen.
26.
Ueber die Kavallerie.
Aie kriegerische Tüchtigkeit der Infanterie hatte sichin dein ersten Feldzug bewährt gefunden; wenigeroder gar nicht konnte dicS nach den. Vorhergegan-genen bei der Reiterei der Fall seyn Des KönigsBemühn galt daher vorzüglich der Ausbildung die-ser Waffe, um sie zu dem ihr gebührenden Rangunter den andern Waffen zu erheben. Zwei Män-ner standen ihm hierin auf die ausgezeichneste Weisebei — Zielen und Seidlitz^). Was sie demHeer gewesen, und insbesondere der Waste, derenBildner sie waren, bedürfte zwar keiner nähern Er-wähnung. Indessen möchte die Karakteristik, wie sieBären horst mit wenigen aber meisterhaften Stri-chen von ihnen gezeichnet hat, hier mit Recht einenPlatz verdienen.
,, AnTürennes Kaltblütigkeit, stille Gelassenheitund Wörtersparcnde Rede erinnerte der tapfre Zie-len so oft man ihn handeln sah Zu der Zeit alser zu dienen anfing, dachte ein Reiter-Offizier nichtleicht über einen Flügel Kavallerie hinaus. Zielen
») Beide starben alS Generale der Kavallerie, der Erstere ^736,der andere »77z. Nach Seidlitz Tode mußren alle Ka-vallerie - Offiliere des HeerS >ur Trauer auf 14 Tage einenFlor um den Arm kragen. Sein Andenken ehrle der dank-bare Friedrich durch Errichtung einer Skarüe von Mar-mor auf dem Wilhelmsplatz in Berlin . Ein Gleiches ge-schah >um Andenken Zi erenS von Friedrich Wilhelm Him Zahr » 7 St-