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Waffen entgegen zu setzen, und solche überhaupt beiKavallerie-Gefechten, namentlich bei Rckognoezirun-gen »ut Vortheil zu gebrauchen. Die erste Anwen-dung der reitenden V.tttene geictzah auch wirklich beieiner über Lwbau bei Landshu'h vorgenommenenRetogi.oszirung unt gutem Erfolge. Allein schonder Antheil dieser Artillerie an dem Treffen bei Rei-chcnbach 1762 laßt auf einen viel erweiterten Ge-sichtspunkt für ihren Gebrauch; und zwar zur Ent-scheidung am Tage der Schlacht schließen. BeiPrctsch 1769 leistete sie bekanntlich dem PrinzenHeinrich in dieser Hinsicht vortreffliche Dienste,und eben so dem König in dem Furagirungs-Gefechtbei Slavicti» oder Rostock 1778. Bis zu dieser Zeitwar die reitende Artillerie bereits bis auf 7 Batte-rien vermehrt worden. Aus dem Folgenden wirdsich deren Verhältniß zur übrigen Feld-Artillerieergeben.
28.
Ueber das Artillerie-Wesen dieser Periode imAllgemeinen.')
In einem so unvollkommncn Zustande sich dasArtillerie-Wesen in der vorigen Periode befand, sotief eingreifende Veränderungen und Verbesserungenerlebte eö während der jetzigen. Es entwand sichmehr und mehr dem frühern handwerksmäßigenGeist, und gewann eine immer größere wissenschaft-liche Gestalt. Für das Materielle war zwar ver-hältnißmäßig nur noch wenig zu thun übrig geblie-ben. Ein desto weiteres Feld bot — außer der
Nach Hoyer Geschichte der Kriegskunst.