Buch 
Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
Entstehung
Seite
354
JPEG-Download
 

354

Ideen, dieiFriedrich je gehabt, und ritte sie, möchteman sagen in Wirklichkeit. Wenn der Thatcnrauinder Kavallerie, (welche nun alle Infanterie-Bewegun-gen machen konnte,) sich nicht bloß auf Ebnen ein-schränkte, so würde sie in der Vollkommenheic inwelcher Seidlitz sie hinterließ, den Gebrauch derStücke sehr unsicher machen.

27.

Einführung der reitenden Artillerie.

Daß es bereits in früherer Zeit bei den Bran-denburgern im Gebrauch war, der Reiterei Artilleriebeizugeben, und Liese deshalb, tbeilö durch doppelteBespannung, vielleicht auch durch Berittenmachungder Bedienung, beweglicher als sonst z» machen, istschon für die Periode des großen Kurfürsten erwähntworden. In dieser Hinsicht war daher auch die derRussischen Kavallerie i»i siebenjährigen Kriege bcigc-gebene Artillerie keine neue Erscheinung mehr. Auchfindet man nicht, daß die Russen in dein Feldzugvon 7769 gegen die Türken diesen Gebrauch beibe-halten hätten, woraus hervorgeht, daß sie selbstdarauf keinen besondern Werth gelegt haben müssen.Friedrich der Große war der Erste, welcher eineberittene und in dieser Eigenschaft als eine besondereAbtheilung bestehende Artillerie für beständig ein-führte. Im Frühjahr 1759 wurde die erste Brigadeberittener Artillerie im Lager bei Landshuth und imfolgenden Jahre bei dem Heere des Prinzen Hein-rich eine andere im Lager bei Landsberg a- d. Warteerrichtet. Im Anfang mag dabei nur die Absichtvorgeschwebt haben, der Russischen Kavallerie gleiche