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Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
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wurden. Dabei litten sie hin und wieder am Noth-wendigsten Mangel, denn auch die Verpflegungs-parthie war schlecht bestellt. In den Ranglistenfinden sich nur i Oberst und l Kapital» als Feld-Kriegs-Kommissariats-Beamte aufgeführt. Bei derVerpflegung aus Magazinen fanden die bercichcrungs-süchngen Lieferanten zum Nachtheil des Heers ihrenVortheil. Im 7jährigen Kriege fungirte der Gen. S a l-der» eine Zeitlang als Gcn.-Jntendant, und das Heerbefand sich sehr wohl dabei. 1778 versah ein Flü-gel-Adjutant des Königs mit diesem Posten zugleichden eines General-Quartierineisters. Es fehlte ihmaber gänzlich an Unterstützung und Mitteln diesenFunktionen bei einem Heer von 100000 Mann miteinem so ungcnieinen Geschütz-Train und Fuhrwesenmit Erfolg vorzustehen. Letzteres befand sich unterder Aufsicht eines General-Wagenmeisters, undmehrerer dabei angestellten Offiziere. Durch die Nach-lässigkeit derselben verlor das Heer 1778 fast alleseine Zugpferde. Die Rcgimcnts-Bagage stand unterder Leitung der Auditeurs, und unter der Ober-Auf-sicht des General-Wagenineisters. Die Anzahl dermitzunehmenden Pferde und Wagen war ziemlich»och der zur Zeit Friedrichs 1. gleich geblieben.Die Subalternen erhielten außer dem Packpferd nochein Reitpferd.

Die Verpflegung und Bekleidung der Truppengeschah in dieser Periode fortwährend »ach den ausder vorigen bekannten Sätzen. Nur das RegimentGarde wurde nicht so reichlich wie das ehemaligeGrenadier-Regiment besoldet.

Die Bekleidung wurde um etwas weniges voll-