und darauf ein Patent gegeben, als Porte d'Epee-Fähnriche.
Das Anziennetäts-System wurde zu dieser Zeitnur bis zum Hauptman» strenge festgehalten. Höherhinauf traten schon häufige Ausnahmen ei». Diegemachten Erfahrungen überzeugten den König sehrbald von der Nothwendigkeit Verdienste und Talentehervorzuziehen. Schon die Heerführcrsiellcn wurdenhin und wieder ohne Rücksicht auf Anziennetätbesetzt, wovon die Generale Wedel ! und Finkbekannte Beispiele sind. Von ungewöhnlich schnellenBeförderungen werden hier nur genannt: der Gene-ral W i'n tcrfcl d, welcher zweimal eine Charge ganzübersprang, und der Ob.-Lt. Wakenitz, der aufSeidlitzens Empfehlung auf dem Schlachtfeldevon Jorndorf vom Rittmeister gleich zum Oberst-Leutnant avanzirte. ") Unstreitig spornen solche Be-lohnungen die Ehrbcgierde mächtig an, und sind demStaat ersprießlich, wenn sie, wie in den hier genann-ten Fällen, solche Männer treffem
») In der Schlacht bei Zorndorf verrichteten die Garde düKorpS unter Anführung deS Rittmeisters v. Wakenitz,Thaten, die selbst Seidlitz alS außerordentlich bewunderte.AlS der König letzterem auf dem Schlachtfelde für den Siegdieses TageS dankte, versicherte dieser in jeder Hinsicht großeHeld, daß zwar die ganze Kavallerie sich sehr brav gehalten,die Garde dü KorpS aber, unter dem Rittmeister v. Wa ke-il itz, Wunder gethan, und daß dieser besonders Dank undBelohnung verdiene. Gut, sagte der König, ich will ihnzum Major machen. Seidlitz versicherte, dies sey nichtgenug. Der König erwiederte, nun er soll Oberst-Leutnantseyn! Allein Seidlitz behauptete, auch dies sey noch nichtgenug; worauf der König sich unwillig, umdrehte uud sagte:Ei was, zum General kann ich ihn doch nicht machen!Wakenitz wurde indeß gleich nach der Schlacht zum ObersttLeutnant avanzirr.