Ein andres Mittel den Trieb nach Auszeichnungzu befördern, war die Ertheilung des M>!itair-Ver»dicnsrordcns. Dieser wurve jedoch nur sparsam ge-geben. Im ganzen 7jährigen Krieg erlnelten ihnnur 72, iin Kriege von 17^ schon 5 g, und freilichauch bei den Revuen 5 i Offiziere. AIS eine Beson-derheit wird hier noch bemerkt, daß erst im Jahr1786 einige Offiziere den Vcrvienstorve» für dieSchlacht bei Leuthen erhielten, nämlich: oer GeneralRöder »nd die Obersten Bardclehen, Schwerin und Bork.
Sonst wollte der König die Ansicht nicht auf-kommen lassen, daß jede nicht ganz besondere Aus-zeichnung belohnt werden müsse. Er äußerte diesuutcr andern dem Herzog von Bevcrn als ihmdieser nach dem Treffen bei Rcichcnbach mehrere Of-fiziere zur Belohnung in Vorschlag brachte, ungeach-tet dies Treffen von der Art war, daß es dem Her-zog wie den Truppen zum höchsten Ruhm gereichte.Dies Anerkenntnis ward indessen dem Heer im All-gemeinen nach jedem günstigen Ereignis auf einesehr ermunternde Weise gewahrt. Die deshalb er-lassenen Parolbcfehle schlössen jedesmal mit den Wor-ten: „der König sey gewiß, daß der Ruhm und dieEhre der Preußische» Waffen und dir Sicherheit desStaats bestehen würden, so lange noch die Offizierelebten, welche bei dem vorgefallenen Treffen so viele^Bravour gezeigt hatten." Außerdem blieben aber aucheinzelne ausgezeichnete Handlungen dem König un-vergessen. Wenn er sie auch nicht auf der Stelle be-lohnte, so geschah dies doch wohl noch nach Jahren, wo-von sehr zahlreiche Beispiele sprechen. Bei der Vereh-rung und dem Enthusiasmus für den allbewundcrte r