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Maaßgabe der taktischen und Terrain-Verhältnisseanheim gegeben war. Künsteleien und Schein-Effekteduldete der Geist dieser Manöver nicht.
Aus dieser Beschaffenheit des UebungSwesens gehtübrigens hervor, daß dabei nicht bloß sie Ausbil-dung der Waffen in der ihnen eigenthümlichen Fecht-art, sondern auch vorzüglich die Bekanntschaft mitder Fechtart der andern Waffen und deren gemein-schaftliches Wirken bezweckt ward. Schon die Or-ganisation der T tippen, namentlich die Vereinigungder leichten odrr Füsclicr-Bataillone mit derLinsin-Infanterie, und die Zusammensetzung aller Waffen zuBrigaden führte darauf hin. Jene Vereinigung ent-sprach den Forderungen der Jnfanterie-Gefechtslehre,wie sich solche durch das Tirailleur-System, undaus dem nothwendig gemeinschaftlichen Wirken derzerstreut fechtenden und geschlossenen Infanterie ge-staltet hatte. Durch die Vereinigung zu eincni Re-giment erhielten die darauf hinzweckeuden UebungenEinheit und Uebereinstimmung. Die Ergänzung derFüsilier-Bataillone konnte ferner zweckmäßiger auscxerzirten Leuten der andern Bataillone geschehen,und endlich wirrte diese Verbindung vvrtheilhaft aufdie Offiziere der Linien-Jnfanterie zurück. Dadurch,daß die sämmtliche» Füsiliere, Jäger und Schützen-Bataillone einem General-Inspekteur Hinsichts derAusbildung zu der ihnen eigenthümlichen Fechtartuntergeben wurden, kam auch hierin die erforderlicheden Geist derselben entsprechende Einheit.
Eben so war die Zusammensetzung aller Waffenzu Brigaden von 7 bis 8 Bataillonen, 12 Schwa-dronen und l6 Geschützen allen Forderungen derhbhern Taktik angemessen, und erinnett an die Legi-