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Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
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onen der Römer. Im letzten Kriege haben die Bri-gaden wegen der hinzugekominencii Landwehr aus9 bis ro Bataillonen und einer Batterie, und an Ka-vallerie, vorzüglich i 8 i 5 , bloß aus 2 Schwadronenbestanden, indem die übrige Artillerie und Kavalleriein Massen vereinigt wurde.

Gleich wie bei den praktischen Uebungen Be-kanntschaft mit der gegenseitigen Fechtart bezwecktwurde, erhielt auch das wissenschaftliche Studiumder Offiziere die Tendenz einer allgemeinen Ausbil-dung, welcher die Kenntniß von dem Gebrauch allerWaffen zu der ihnen obliegenden Bestimmung zumGrunde lag. Die ehemalige abgezogene Einseitig-keit worin sonst der wissenschaftliche Unterricht derOffiziere bestand, wurde durch die Porte d'Ep-e-Fahnrichs-Sckulen an welchen alle Waffen Theilnahmen, so wie durch die allgemeine Offizier-Kriegs-schule in Berlin vermieden, unbeschadet des den Ar-tillerie- und Ingenieur-Offizieren noch besonders nö-thigen Unterrichts.

Bei den Truppen selbst wurden die Offiziere au-ßer den praktischen Uebungen dadurch zweckmäßigbeschäftigt, daß sie von Zeit zu Zeit schriftliche Auf-gaben zu lösen erhielten, welche sich auf das um-liegende Terrain der Garnison bezogen, und Rekog-noszirungen, Patrouillen, Dispositionen nach gege-benen allgemeinen Idee» rc. betrafen.

AllcS zusammen genommen was von der Be-schaffenheit des Preußischen Heers zu Ende des JahrS1812 gesagt worden ist, rechtfertigt die Meinung,baß es in dem Zeitraum von 5 Jahren alle Ele-mente in sich aufgenommen und zu einem hohenGrade von Vollkommenheit entwickelt hatte, welche