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Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
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von einem Heer Hinsichts der Verpflegung, Beklei-dung, des Anzugs, welcher schön, ungezwungen undzweckmäßig war, ferner der Disziplin, dcS krigcri-schen Geistes, und der Kunstfertigkeit nur gefordertwerden können.

3g.

Ueber die Verstärkung der Kriegsmachtim Jahr igrZ. Gegenwärtiger Standpunktder Kriegskunst.

i. Verstärkung der Kriegsmacht.

Die in dem vorigen Zusatz angeführten Bestre-bungen zur kriegerischen Ausbildung des Heers be-schrankten sich nicht auf dieses allein, sondern dehn-ten sich auf die ganze Nation aus. Da ohne derenallgemeine Theilnahme kein günstiges Resultat eines,dem ahnenden Gefühl jedes Preußen vorschwebendenFrcihcitskampfes erwarten ließ, so mußte auch derstreitfahige Theil des Volks kricgsfcrtig gemacht wer-den. Bei der Abhängigkeit in welche sich indessender Staat von dem Französischen Machthaber be-fand, und wonach schon eine Vermehrung des Heersüber die in dem Frieden zu Tilsit stipulirte Starkenicht statt finden durfte, wurde daher eine ganz ei-genthümliche Maaßregel zur Erreichung des vorge-buchten Zwecks ergriffen. Es war dies das soge-nannteKrempcr-System. Im Jahr l8ic> errichteteman aus Kommandirten der Regimenter Depots inden Festungen, zog Rekruten ein, ließ sie daselbstausexerzircn, und nach einigen Monaten unter demNamen Kremper wieder nach Hause gehen. Auf