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Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
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Zum großen Theil wurde die Landwehr vonschon früher gedienten oder zuletzt nur inaktiv gewe-senen und noch disponiblen Offizieren, zum Theilauch auS guten dazu als Offiziere von den Linien-truppen abgegebenen Feldwebeln und Unteroffizieren,endlich aber aus ausgedienten durch die Wahl ihrerMitbürger dazu berufenen Individuen befehligt.Von den Mannschaften hatte ein nicht unbedeutenderTheil ebenfalls gedient.

Gleichzeitig mit der Vermehrung der Fcldtrup-pcn wurden die Garnison -Kompagnien auf Batailloneformirt, so daß deren immer eins zu jedem Infan-terie-Regiment gchdrte. Diese Bataillone blieben inden Festungen zurück, exerzirten im Lauf des KriegSdie Ergänzungsmannschaften für das Heer, und sen-deten sie dann in Ersatz-Bataillone formirt, demsel-ben nach.

Für die Kavallerie waren hierzu bei jedem Re-giment 5 te (Reserve) Schwadronen errichtet worden,welche nicht mit ins Feld rückten. Die Artilleriebildete ihren Ersatz in den Festungen aus.

2) Standpunkt der neuern Fechtartund Kriegführung,a. Fechtart.

Infanterie.

Die Vorschritte welche von 1786 bis r8c>6 inder Fechtart dieser Waffe, und insbesondere in derFeuer-Taktik gemacht wurden, äußerten noch immerkeinen bedeutenden Einfluß aus die allgemeine Ge-fechtslcbre, da sie ebenfalls noch den pedantischenKarakter des Liniensystems an sich trugen. DasPeloton- und Heckefeuer war selbst noch bei den

Füsilier-