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Füselier-Bata'lllonen gebräuchlich. Das Reglementderselben enthält mehr Anweisungen zu Linienbewe-gungen alö zur zerstreuten Fechtart. Die Füsclierestellten sich in zwei Glieder Tiefe auf, und sormir-ten 8 Pelotons jedes zu zwei Zügen. Zum Schwär-men fielen in der Regel das iste und 8tc Pelotonaus. Außer diesem ».achten oas AvanMn und Re-tirirc», der Abzug über Brücken und die §orma>iondes Quarrecs die Hauptbewegungen aus, allcSmit vielen Konmianoos und Wcirläuftigkeiten ver-knüpft. Selbst über das Gewöhnliche hinaus ge-hende Bestrebungen verirrten sich doch auch wiederin unpraktische sublime Darstellungen. So hattenmehrere Bataillone eine übergroße Anzahl von Sig-nalen, namentlich das von BoguSlavskyeinige 70.Die Leute machten zuletzt fast alles »ach Signalen,sogar die Griffe mit dem Gewebt. Treuer dem prak-tischen Karakter blieb die sonst ebenfalls sehr fertiggebildete Niedersch.csische Brigade (Pellet) welcheaus den Bataillonen Pellet , Rabenau und Rüblebestand. Die Zahl der Signale belief sich hier nurauf einige 20.
Von sehr wesentlichem Einfluß konnte die Ver-ordnung vom Jahr 1806 über den Gebrauch desdritten Gliedes zum Tirailliren werden, wenn Zeitgeblieben wäre, solchen nach seinem wahren Geist auf-zufassen und auszubilden. Der Ausbruch des Kriegsverhinderte dies. Nur wenige Regimenter machtenam Tage der Schlachten an der Saale von ihremdritten Gliede diesen Gebrauch. Unter diesem ge-hört namentlich das Regiment Zweiffel welchesfast aus lauter Einländem (Bapreuthcru) bestand.
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