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Abhandlung über Einrichtung und Gebrauch des kleinen Gewehrs / von S. F. Seydell
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13
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Proporkkonirung der Gewehrlaufe. r z

den ordinairen Feldgewehren. Es geboren dahin Klip-stein, Unkerberger rc. letzterer meint: man könne sicherrechnen, daß wenn der Doppelhacken n löthig, 40 Zolllang, wie eine Büchse gezogen und mit einem leichtenSchloße und guten Schafte versehen Ware, derselbe eineSchußweite von 800 bis 9-00 Schritt richtiger, als daszpfündige Kanon geben würde; welches im Gebirge, wegendes leichten Transports von vielem Nutzen seyn könnte.Versuche würden hierüber am besten entscheiden, schade.'daß deren so wenige bekannt sind, man sehe indeß imAnhang den Versuche Nr. i.

Es könnte aus dem Vorgetragenen, die Frage ent-stehen: wie- die Gränze der Vergrößerung des Kalibersfür die Festungs - oder Wall - Musketen zu bestimmensey? So wahr nach dem Vorhergehenden es ist, daßTreffen und Wirkung der Kugel mit dem großem Kali-ber zunehmen; so hat die Größe des letzten doch auchGränzen. /

Diese Gränzen sind hier leichter zu bestimmen, alsbey den Feldmusketen. Denn mit Vergrößerung desKalibers wird das Gewehr schwerer, es soll jedoch trag-bar bleiben; mithin ist der Kaliber HIedurch schon eini-germaßen bestimmt; das Gewehr darf im Kaliber auchnur so. groß seyn, daß der Abfeuernde noch den Rück-stoß aushalten kann.

Ein Doppelhaken, der 8 Loth Bley schoß, stand,wie schon oben gesagt, auf einem dreifüßigen Gerüste,so, daß der Rückstoß auf den Abfeuernden, nicht un-mittelbar, sondern erst nach dem, dem dreyfüßigen Bockemitgetheilten Rückstöße, auf ihn wirken konnte; mithinist die 8 Zoll groß kaliberirte Wallmnskete ohne Vor-richtung zur Absenkung nicht mehr anwendbar; man hat