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Abhandlung über Einrichtung und Gebrauch des kleinen Gewehrs / von S. F. Seydell
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Erster Abschnitt.

daher diesen großen Kaliber größtentheils abgeschaftünd dafür z oder 4 lothige Wallmusketen eingeführt.

Spielraum.

§. 7 -

Schon §. r. ist eine Erklärung des Spielraumsgegeben. Sie ist die gewöhnliche, aber »»eigentliche;denn nicht der Unterschied der Durchmesser des Gewehrsund der Kugel; sondern der ganze Raum der zwischender Kugel und der Seele Statt findet, sollte der Spiel-raum genannt werden.

Wenn die Seele des Laufes und die-Kugel einerleyDurchmesser haben; so geht die Kugel nicht in denLauf; es sey denn daß yia» sie mit Gewalt eintreibt.Eine solche Kugel, oder die nur blos auf der Mündungdes Laufes liegen bleibt, und von dem geringsten Druckin den Lauf gehet, nennt man eine Paßkugel.

Eine kleinere Kugel, deren Durchmesser etwa 0, r,oder 0,15 Zoll kleiner ist, als der Durchmesser derSeele nennt man eine Kaliberkugel- Wird die Ku-gel so klein, daß man von einer Paßkugel z bis 4Kugeln gießen kann; so heißt sie eine Laufkugel.

§. 3 .

Ein Lauf, welcher mit einer Paßkugel geladen wird,muß völlig kugelgleich seyn, daß heißt: er muß durchsgehends gleiche Bohrung, ohne besondere Erweiterungoder Verengung haben; Denn hatte er Stellen mitungleicher Bohrung, so würde deshalb die Ladung er-

Die französischen Hakenbüchsen haben 12 Kugeln auf» Psd. und die Wallmusketen 14 Kugeln auf 1 Pfd.