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Beitrag zur Geschichte des Festunsgkrieges in Frankreich im Jahre 1815, oder Tagebuch eines Ingenieur-Officiers über die Belagerungen von Maubeuge, Landrecies, Marienbourg, Philippeville, Rocroy, Givet und Charlemont durch das von ... August von Preussen befehligte Armeecorps / von L. Blesson
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96
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q8 Belagerung.

griffspunkt nicht) und man hat nicht allein die Mühe,von neuem zu pflanzen, sondern muß vorher höchst wahr-scheinlich, und ohne Ruhen daraus zu ziehen, roden.Denn, obgleich man freilich annehmen darf, daß vieledieser Gesträuche aus der Wurzel wieder ausschlagen,so ist dies wohl nicht nach mehrmaligem Abschneiden derFall, und bei kleinen Stämmen immer sehr zweifelhaft;vollend auf angeschüttetem Boden, der nfe eine sehr üp-pige Vegetation erzielet, auch sogar 'wenn er feucht ist.

Ach muß daher gestehen: daß ich diese Art Bepflan-zung nicht für besser halte, als die in Landrccies an-gewandte; wo die Franzosen mit unsäglicher Mühe, ineinem, ihnen nicht zusprechenden Clima, Kiefern gezo-gen hatten, deren hohe Stämme die Aussicht nicht er-heblich hinderten, und deren harte und weit ausgedehnteWurzeln mindestens dieselben Schwierigkeiten darbieten,als die der Birke, Weide und Pappel, an ihre Stellegesetzt. Auch die Zeit, in welcher der Baum nutzbarist, kann nicht für letztere sprechen, denn für den Platzdürste der junge schlanke Stamm einer Kiefer zu man-chem Gebrauch sehr nützlich seyn, und die Aeste könnenzu Flechtwerk, wie die Erfahrung beweiset, angewandtwerden. UeberdieS lassen sich die Kiefern säen, undman ist des Fortkommens im trocknen Boden gewisserals bei den übrigen Pflanzungen.

Wollen wir also die Vortheile zusamntenstellen,welche aus der Kieferumgebung erwachsen, so dürfte siewohl den Vorzug erhalten, wenn man, besonders umein besseres Reisig zu gewinnen, eine Weidenanlage imGräben oder im bedeckten Wege macht, oder die Kiefer-