176 Belagerung
jour. *) ( 32 ) — No. ï. sollte am Abend ihr Feuer ein-stellen. Am 8ten fing gegen 6 Uhr. (denn bis dahinherrschte ein Nebel, der uns das Vollenden der Arbeitensehr erleichterte,) ein heftiges Kanonenfeuer nach denTranscheen an; der Feind wechselte mit groben Kartät-schen und Paßkugeln ab.
Als aber die Batterien ein langsames Feuer began-nen, theilte fich sogleich das feindliche, und wandte sichsowohl nach unserem Geschütz als nach unsern Arbeiten;es verlies letztere nicht eher, als bis Las unsere auf Be-fehl des Prinzen lebhafter wurde; dann ließ auch erstder Feind seine Mortiere und Haubitzen spielen, derenFeuer ungewiß blieb, obgleich das Kanonenfeuer ziemlichgut war.
Da der Zweck der Flanken- uNd anderen Batterie-anlagen, bei Eröffnung der Parallele, besonders der ist,den moralischen Eindruck zu erhöhen, und das feindlicheGeschütz auf sich zu richten, kann das Feuer nicht schnellgenug heftig seyn; dadurch allein wird sich der Feind be-wogen fühlen, die Arbeiten ruhig fortschreiten zu lassen,und abgehalten werden, einen Ausfall zu versuchenden erhäufig während seiner Schüsse, unter dem eigenen Feuer,zu organisiren sucht. — Ein lebhaftes Feuer bringt denSoldaten außer Fassung, und zwingt den Festungs-Com-mandanten, um so mehr sich auf die Vertheidigung zubeschränken, als es augenscheinlich ist, daß ein Ausfallnur sehr mörderisch für die Besatzstng seyn würde (weil
nun
*) Sämmtliche genauere Notizen über Artillerie sind v»«rHerrn Obersten von Roehl.