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Beitrag zur Geschichte des Festunsgkrieges in Frankreich im Jahre 1815, oder Tagebuch eines Ingenieur-Officiers über die Belagerungen von Maubeuge, Landrecies, Marienbourg, Philippeville, Rocroy, Givet und Charlemont durch das von ... August von Preussen befehligte Armeecorps / von L. Blesson
Entstehung
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175
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von Philippeville . 177

nun das Feuer des Walles aufhören muß- währendder Belagerer sich aus den Flanken-Batterien auf dasthätigste unterstützen kann) ohne daß sie Hoffnung habe,etwas anderes zu erzielen, als bis in den feindlichen Lauf-graben zu kommen, den sie nicht zerstören kann, da erbloß Erde ist, und den sie eben so wenig behaupten darf.

Als das Feuer anfing, war die Communication alsfertig anzusehen, und der größte Theil der Paralleleebenfalls- doch gingen noch Granaten und i2pf. Kugelndurch den 12' starken Aufwurf des linken Flügels, -

Schmeichelhaft für die Arbeiten vor Philippe-Ville war das Zeugniß des Obersten Dickson, der, trotzseiner großen militairischen Erfahrung, das preußischeWerk einer Nacht mit Staunen erblickte, und seine Be-wunderung über diese ungemeineAusdehnung, wie über dièschnelle Erbauung der Batterien nicht verhehlte. Auchder,Feind gestand, daß die große Ausdehnung der Li-nien ihn abgeschreckt habe, irgend eine Unternehnung znwagen; weil er zu viel Menschen darin vermuthete- undsich die Arbeiten gegenseitig vertheidigtem Er begnügtesich daher, die Stellen, wo. er schwächere Brustwehrenbemerkte- etwas schärfer zu canoniren. Das Unterschei-den dieser Stellen war auf weniger als 3 oo Schritt nichtschwer. Wir verloren einige Mann, fast alle todt.

So verging der Vormittag, während die Linien vor-schritten, und gegen 12 Uhr hielt beiderseits das Feuerein. An einigen Stellen hatte es jn der Stadt ge-raucht, doch war das Feuer nirgend zum Ausbruch ge-kommen.

Oberst vün Kalkreüth ging als Parlementait aufBefehl Seiner Königlichen Hoheit in die Stadt; alleindie Unterhandlungen zerschlugen sich.

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