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Beitrag zur Geschichte des Festunsgkrieges in Frankreich im Jahre 1815, oder Tagebuch eines Ingenieur-Officiers über die Belagerungen von Maubeuge, Landrecies, Marienbourg, Philippeville, Rocroy, Givet und Charlemont durch das von ... August von Preussen befehligte Armeecorps / von L. Blesson
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Blocade

schien, wurde sie später auch sogar für Geschütz ange-wandt, und hat Cavallerie, Proviantwagen und Spfün-dige Kanonen mit ihren MunitidnSwagen getragen.Dennoch stand kein anderes Material zu Gebot, als dasin der Gegend vorràthige nur etwa 4 Zoll starke und imDurchschnitt 16 Fuß lange, geschnittene, eichene Qua-dratholz, zu Balken und Böcken.

Aus Vorsicht griffen daher auch die Streckhölzer (Bal-ken kann man sie wohl kaum nennen) stets um einen Bocküber, und war das Ganze dadurch dermaßen verket-tet (obgleich die Brücke ganz gerade, einen kleinen Bu-ckel gegen den Strom abgerechnet, war) daß.sie, unge-achtet des reißenden Stromes, 2 Monate ohne bedeuten-de Reparaturen stand, und sie zuletzt ein beweglichesGlied, um die Schiffahrt nicht zu hemmen, erhal-ten konnte. Der Belag war aus doppelten, {so!-ligeN, eichenen Brettern, zusammengesetzt, die auf4 Streckhölzer, in einer Länge von 8 Fuß, aufla-gen. Da der Grund fest und kiestgt, mithin kein be-trächtliches Einsinken zu besorgen war, hatte man allesmit Nageln und Klammern befestigen können, den Belagaber durch Querbretter, die auch zugleich die Breite derStraße bezeichneten, angeheftet.

Zur Verbindung des Dorfes Harr mit dein gegen-überliegenden Lager, war gleichfalls eine Brücke geschla-gen, die in der Folge zu unbemerkten Truppenbewegun-gen unter dem.Thalrande dienen sollte; indem eine zwei-te etwas unterhalb in Arbeit war, vermöge welcher man,übet einen ungesehenen Theil der fast gänzlich von Charte-mont aus mir schwerem Geschütz bestrichenen, von derMaas und jenseits von steilen Felsen fast ganz ringe-