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Von Glvet und Charlemont.
schlossenen Feldmark von Chaud, zur vorher erwähntenBockbrücke gelangen konnte.
Zum Schlagen dieser Brücke hatte es Nun gänzlichan Holz gefehlt, und war es nur möglich gewesen, ei«nige Böcke/ einige Nachen Und wenig Bretter zusam-men zu bringen. Der HaUptMaNn von Linde ließ da-her recht starke- und sorgfältig geflochtene, 4 Fuß hoheund 2 Fuß im Durchmesser breite, Schanzkörbe fertigen,und wälzte sie in den Strom, die Axè in der Richtungdesselben gelegt, befestigte sie sorgfältig an einander, undverdammte auf diese Art bei Hau die Maas von bei-den Seiten, bis auf ungefähr 3o Fuß; ohne durch dieseAusfüllung den Durchgang des Wassers beträchtlich zuhemmen, die wenigen.zur Versenkung eingelegten Stei-ne abgerechnet. — Vorne, im Strome, wo die Meirsten Schanzkörbe über einander lagen, kamen einigePfähle davor, die diesem künstlichen Gebäude, außerder Verankerung in sich, Festigkeit gaben. — Drei bisvier Schanzkörbe neben einander, Machten nach der ver-schiedenen Tiefe, die untere Breite der Brücke aus; bel0de Seiten waren aber übrigens fast ohne Dossirung auf-geführt. Erde ward darüber geschüttet; das noch übri-ge Holz zu den erforderlichen Böcken und Streckbalkettverwandt, UM beide Vorbaue zu vereinigen, und so eineLaufbrücke hergestellt, die Nicht allein für Infanteriebrauchbar war, sondern über die auch oft geritten wordenist. — Zwei Pioniere waren zuM Unterhalt hinreichend,und erhielten sie eine» Monat; sie hätte noch länger ste-hen können. — Unterhalb wurde, auf ähnliche Art, derseichte Arm der sich hier theilenden Maas verdäMMt,und über den andern, vermöge einiger Kahtte und Bö»cke, die Laufbrücke angelegt,