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Das Abschäle» der starke»/ ber Witterung ausgesetz-te»/ Mauer»/ ist ein in allen Festung«»/ so allgemeinesUebel/ daß ich nicht umhin kann; hier auf Lie wahrscheinli-chen Ursachen davon/ wie ich sie mir aus eigener Erfah-rung abstrahirt habe/ aufmerksam zu machen. — Ist derMörtel gehörig gemengt/ bindet er so wie wir ihn an demMauerwerkt der Römer (in welches einzudringen/ nach denTrierschen Versuche»/ sechsmal so viel Last den Keil treibenMUß alS beim dortigen Bruchsteine erforderlich ist) und inden Gothischen Gebäuden antreffen/ so hat der Verband ünund für sich weniger Einflnß auf die Dauerhaftigkeit derMauer; ganz besonders aber/ wenn man die äußeren Fugenwie es in Holland jetzt noch üblich ist/ mit Oehl gut brenntUnd jährlich uNtèrhâlt. — So wie aber die Mauer sichselbst überlaßen bleibt/ der Einfluß der Witterung den Mör-tel allmählig aus den Fugen reißt/ und die Seitenflächender Steine entblößt werden/ kömmt alles auf den-Ver-band an. — Run aber haben die alteren Fortifications Bau meister den Verband für den besten angepriesen/ wö abwech-selnd eine horizontale Lage aus Binder»/ die andere ausStreckern besteht) diese» Verband münnichmal durch die ganzeMauerstärke geführt/ am häufigsten jedoch nur auf dasAeußere beschränkt und das Innere wild ausgemauert. DieseMauerungöart die noch ganz gewöhnlich ist/ hat über nach-stehendes zur Fdlger Durch die unvermeidliche Sörglosig-kett der Maurer sind die Fugen hinter de» Steinest/ wederbeim Binder noch beim Strecker genau ausgefüllt; dadurchentstehen zwei Reihen von Höhlungen, die nur eine halbeSteinlänge hinter einander in der Mauer liegen und nurimmer durch eine SteiNdicke von einander getrennt sind. —Die Räume hinter dett Bindern haben weniger zu sagest imAnfange/ die aber hinter den Streckern sind allen Ein-wirkungen durch Abwechselung dek äußeren Temperatur/ dasie nur wenige Zolle vönder Oberfläche trennen/ ausgesetzt.