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wagen und vielleicht mehrere zugesellt. Es istaljo wohl nicht zu läugnen, daß die Heere derNeuern, trotz aller Einschränkung eines unge-heuren Bedarfs an Fütterung nicht entbehrenkönnen.
Von der im Verhältniß zum Fußvolk soZahlreichen Kavallerie, die man in den neuestenZeiten und zwar vielleicht mit Recht so beträcht-lich vermehrt hat, habe ich nicht einmal geredet.Dies sind nun wiederum so viel Pferde mehr.Wollte man anderer Thiere, welche weniger kon-sumiren, sich bedienen, wie z. B. der Ochsenund Esel, so würden diese wohl zur Fortbrin-gung der Bagage, der Artillerie u. s. w. als Last-und Ingthiere zu gebrauchen seyn, allein seineReiter wird man doch wohl nicht auf Ochsenund Esel setzen wollen, in welchem Falle sie ingar schlechter Kriegsgestalt zum Vorschein kom-men würden. Kameele bat man in gemäßigtenund kalten Klimaten nicht, sonst könnte man sichihrer im Kriege mit großem Vortheile bedienen,da sie weniger Fütterung bedürfen, da sie mehrals einen Mann, sogar kleine Feldstücke tragenkönnen, und da die feindliche Reiterei, indemdie Pferde sie verabscheuen, davor auöreißcnwürde. Elephanten kann man auch nicht in hin-länglicher Änzahl bekommen, und überdem wür-