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Den im Geheimen erhaltenen Jnstrukionen nach, wardem General Duhesme aufgegeben, sich auf eine friedlicheWeise und ohne Aufsehen zu erregen, in den Besitz der festenPunkte zu setzen, durch welche man sich die Unterwürfigkeit desLandes verbürgen zu können glaubte. Bei dem Mißtrauen-der Katalonier war ein solches verschlagenes und listiges Unter-nehmen nicht leicht, und verlangte große Behutsamkeit. InBarcelona , als dem Hauptpunkt, war das Uebergewicht derfranzösischen Streitkräfte ganz entschieden, die Wallonenwaren kaum zu rechnen, die Schweizer ganz für die Franzosengestimmt. Nicht so war es in Tarragona , wo die Schweizer -Truppen mehr Anhänglichkeit für Spanien bezeugten, als deralte schweizerische Stadtgouverneur von Barcelona , .Mariscalde Campo, Carl von Witte, zu erhalten fähig war. DerGeneral Ouliasrns wußte es daher, da das spanische Re-giment Amerika sich nicht entfernen ließ, dahin zu bringen,daß das letzte Schweizer Regiment aus Tarragona auch nochzur Bedeckung der Küste von Valencia abging, damit so inTarragona keine Ucbermacht auf Spanischer Seite bliebe.Die Franzosen und spanischen Truppen thaten überall gemein-schaftlich den Dienst; die Mannszucht der ersteren war strenggehalten, und einige Excesse wurden mit dem Tode bestraft.
Am leichtesten gab sich die aufgesuchte Gelegenheit, dasKastell St. Fernando bei Figueras zu besetzen. Die Franzosenlagen in der Umgegend und in der Stadt am Fuße des Kastells,die Einquartierung von 3,000 Mann mußte der kleinenStadt und den Dörfern bald um so beschwerlicher werden,als die Verpflegung der Truppen, von Frankreich aus, sehrmangelhaft erfolgte. Um nun den Klagen der Einwohnerabzuhelfen, setzte es der in der Sradt selbst befehligende DbristPiee durch, daß Zoo Mann in das Kastell gelegt wurden,
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