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Der Befreiungs-Krieg der Katalonier, in den Jahren 1808-1814 / von H. von Staff
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sich der bestimmtesten Befehle entledigen können, nach welchenihm zur kräftigen Führung der Küstenvertheidigung die unge-hinderte Besetzung Barcelonas aufgetragen worden; währendvon spanischer Seite, zwar in Madrid der Befehl darzu gleich-falls ausgefertiget, dem General-Capitain aber, verstellt undunvollkommen mitgetheilt worden zu seyn schiene. Der Grafde Veyre glaubte nun, bei dem ihm vom General Duhes-me zugleich mit vorgelegten Papieren, auch wirklich keinenWorwand mehr auffinden zu können, sich der Ausführung desBefehls des Friedensfürsten zu entziehen; er erließ den Befehlauch das Casteil Monjui, wie es schon bereits mit der Cidatellegeschehen, den Franzosen noch an demselben Tage ein-zuräumen.

Zur Besetzung des Monjui's rückte am2y. Februar Nach-mittags, eine beträchtliche Infanterie-Abtheilung den Berghinauf, wahrend die ganze Kavallerie in der Umgegend amFuße, sich vertheilt aufstellte, und in der Stadt selbst dieauf die Walle gerückten Truppen alle Sicherheitsmaßregelnoffen ergriffen. Man fand die Zugbrücke des Aussenwerkesvom Monjui gehoben, auf das Verlangen, sie herabzulassen,erklärte der Commandant, Brigadier Don Petro Maria-no d Alvarez, daß er nicht gesonnen sey, dem erhaltenenBefehl des General-Capitains Folge zu leisten; in der Stadtsey Gewalt ausgeübt worden, der Graf Veyre sey in französi­ schen Händen, und habe überhaupt nicht die Macht ihn seinesPostens zu entsetzen, den er nur auf einen direkten königlichenBefehl verlassen werde. Dem Versuche der Franzosen , durchHerbeischaffung von Faschinen und Sturmleitern zu schrecken,entgegnen Alvarez mit der Erklärung auf sein Ehrenwort,Feuer zu geben, so wie die erste Faschine geworfen oder die ersteLeiter angesetzt werde. Die Geschütze des Aussenwerks, die