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vollständig bewerkstelliget. Ein Angriff der Spanier auf dasvereinigte Corps 8t. Cyrs hatte aus alle Weises zu viel-aufdas Spiel gesetzt; Reding, der Fähigkeit seiner Truppenzum geregelten Gefecht mißtrauend, faßte daher den Entschluß,dem frühern Plan getreu zu bleiben, nach welchem er sich hin-ter dem Francoli abziehen wollte. Die Aufstellung um Mom-blanch am Francoli, durch Tarragona und Lerida auf ihrenäußersten Flügeln gedeckt, mit einer Avantgarde au der obernGaya vor sich, schien auf jede Weise den Verzögerungszweckenangemessen, welche Reding im Auge hatte. Wenn 8t. Cyrdiese Stellung nicht bezwäng, so mußte er seiner Verpflegungwegen zu einem unthätigen Zustande sich weiter ausdehnen,wozu der abgemattete Zustand seiner Truppen, bei der Frucht-barkeit des links dem Foix eingeräumten Landes, einladenmußte. Die Junta'Ober-Kataloniens hatte versprochen, un-terdessen durch große Thätigkeit sich. ablösender Gemeinden, sowie durch freiwillige Streifer, die Garnison von Hostalrichzur Blokade von Barcelona zu verstärken, und den Bezirk desMonserrats zur Beunruhigung des Rückens des Corps unter8t. Cyr beständig belebt zu erhalten.
Am 16 . Februar setzten die gegenseitigen Absichten bei-der Feldherren die Truppen gleichzeitig in Bewegung. Pino’sDivision warf den feindlichen Posten an der Noya- Brücke,oberhalb Pobla, verfolgte rasch bis Jgualada, das sie, nachkurzer Gegenwehr, wieder einnahm. Der Entwickelung deslinken französischen Flügels hatten sich, von den Dörfern Pon-tons und Llacuna her, Hindernisse entgegen gesetzt. Als amMorgen des i/tcn Februars Pino, nach kurzem Feuergefechr,bei dem ersten Sturmanlaus das Dorf Monby genommen unddie Höhen erstiegen hatte, zeigte es sich, daß einige Gefangenedie Wahrheit aussagten: Reding sei schon gestern über St.