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Der Befreiungs-Krieg der Katalonier, in den Jahren 1808-1814 / von H. von Staff
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Werke vertheidiget, ein Drittheil desselben war Wurfgeschütz.Auf dem Monjuibcrg wartn 40, auf dem Konetabelbcrg 50,in der Altstadt 60, endlich int Marcadal 30 Geschütze anfangsvertheilt.

Von der Mauer der Altstadt führt eine schmale, abersehr starke steinerne Brücke, in einem einzigen sehr hohen Bo-gen, über den Onhar zum Marcadal, obgleich die gewöhnlicheVecbindungsstraße nach Barcelona und Vich unter derselben,längs dem meist sehr seichten Bache hindurch führt. Links demTer würde eine Befestigung des grünen Hügels der ganzenOertlichkeit eine vortheilhafte Abrundung geben; doch machendie sich hier immer mehr über diesen Hügel erhebenden Kuppen-berge, jede an und für sich schon weit vorgeschobene Anlageschwierig; man begnügte sich also hier nur einzelne Posten biszum Thurm von Montagut vorzuschicken.

Mit der größten Thätigkeit hatten die Geronesen alles ge-than, was nur irgend zu bewerkstelligen möglich war, umdie Vertheidigung auf das Aeußerste zu treiben. Nur einTheil Weiber, Kinder und Greise hatten die Stadt verlassen,dagegen waren die Männer der umliegenden Dorfschaften in sol-che hinein gegangen. Aus acht Monate waren alle Kriegs--,nur auf vier die Mund - Bedürfnisse aufgehäuft. Die Gar-nison bestand nur 3,000 Mann stark aus fünf BataillonsspanischerLinientruppen, sie wurden durch zehn städtische Com-pagnien, wovon zwei der angesehensten Leute Artilleristenwaren, zusammen gegen 3,000 Mann unterstützt. Die männ-lichen Einwohner übernahmen es abwechselnd, diese Zahl vonStreitern vollzählig zu erhalten; Geistliche waren meist ihreAnfühecc. Auch die Frauen wurden, so wie die ganze Zahl derv ''-bliebenen Einwohner, zu verschiedenen Verrichtungen einge-theilt, und in förmliche Listen aufgenommen. Ein Theil der-