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Der Befreiungs-Krieg der Katalonier, in den Jahren 1808-1814 / von H. von Staff
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169
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selben bildete die starke Compagnie St. Barbara und St.Marta, welche die Verpflichtung übernahm, den in den Wer-ken Dienstthuenden und Fechtenden jede Hülfe und Unter-stützung zu leisten, sie sollten Munition und Lebensmittel herbeiholen, Verwundete wegschaffen, erste Verbände anlegen, im-mer aber nur Dienste in der Nahe der Gefahr thun. AndereAbtheilungen weiblichen Geschlechts übernahmen die Wartungder Hospitäler, und nur einer bestimmten Anzahl blieb dieVerwaltung des Haushalts vereinigter Familien überlassen.Die ganze Bevölkerung der Stadt hatte kriegerische Einthei-lung und Bestimmung erhalten, der Eid nie von Uebcrgabezu sprechen, war mit Begeisterung geleistet, das Gesetz derTodesstrafe für dessen Uebertretung mit Beifall angenommenworden. Ein neues Gesetz, nach welchem jeder ohne Unter-schied dem stärksten feindlichen Feuer ausgesetzt werden sollte,vernicht allen, ihm zu erfüllen möglichen Anforderungen zurVertheidigung der Stadt, willig sich unterziehen würde,erhielt gleichfalls die allgemeine Bewilligung. Erwartungs-voll aufgeregt sah Gerona dem Herannahen der Feinde entge-gen. Zu einer hartnäckigen Vertheidigung der Umgegend wardie Lage wenig geeignet, da 8t. Cyr durch die beiden italie-nischen Divisionen von Wich über Amer längs dem linken Uferdes Ter bis Medina mit der Landstraße von Figueras inunterhaltener Verbindung stand.

Die Franzosen unter Chabran und Souham warenint April bis hinter die Fluvia zurück gegangen, die im %n^purdan gestandenen Truppen unter Reil-Ie wurden bis Medinaund Banolcs gegen Gerona vorgeschoben. 8t. Cyr war fürfeine Person nach Perpignan gereist, um selbst alles Nöthigefür die zu unternehmende Belagerung von Gerona anzuordnen,^n einer solchen Stellung erwartete das 7. Corps die Ankunft