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Der Befreiungs-Krieg der Katalonier, in den Jahren 1808-1814 / von H. von Staff
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Deckung gegen la Bisbal besetzt, es wurden von ihnen fort-während kleine Abtheilungen nicht ohne Verlust auf Fouragi-rung und Erkennung ausgesendet.

Ueber die Wahl des Angriffs von Gerona waren dieAnsichten darin getheilt: ob man von der Ebene von Vilarixrechts dem Ter her versuchen solle, sich möglichst bald in denBesitz der Stadt selbst zu setzen; oder ob man zuvörderst denMonjui-Berg, als die Stadt gänzlich beherrschend, nehmenmüsse. Die Sicherstellung der Zufuhr und die Vermeidungeines langwierig blutigen Hauserkrieges, waren die Ansichten,welche Verdier zu Gunsten des Angriffs gegen den Monjurin der» Hoffnung durchsetzte, durch dessen Wegnahme vielleichtdie ganze Aufgabe bald gelöst zu sehen. Nachdem 8t. Cyrnicht vollkommen einverstanden, doch seine Zustimmung zuVerdiers Plan gegeben hatte, blieb blos unter Reille dieDivision Lechi und die Brigade Jouba rechts dem Ter gegenWich stehen; 8t. Cyr selbst brach in den ersten Tagen desJuni mit der Division Pino und der französischen Brigade Augereau, beide unter Souhams Führung, zu einem Zugenach Barcelona auf, weniger um eine Lebensmittel-Zufuhrdahin zu geleiten, als um sich über die Lage der Angelegen-heiten der Provinz eine Uebersicht zu verschaffen. Hostalrichwurde mit den gewöhnlichen Schwierigkeiten umgangen, nurwenige Katalans beunruhigten den Marsch, und selbst in derNähe von Barcelona fand man keinen Widerstand. Ebenwar aber Duhesme der Gefahr entgangen, in Barcelona selbst vernichtet zu werden. Von der Seite des Llobrcgat herstreifte der vom General Wimpfen aus Tarragona vorge-schobene Obrist Miquel Coupigny mit wenigen regulairenTruppen, aber zahlreichen Abtheilungen Miguelets und Gue-rillas gegen Barcelona ; er hatte mit Verschwornen in Barce-

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