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Der Befreiungs-Krieg der Katalonier, in den Jahren 1808-1814 / von H. von Staff
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178
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lona und den Engländern im Einverstandniß einen Plan ver-abredet, von dem er hoffte die Befreiung dieser Hauptstadtzu erringen. Zn der Nacht vom letzten Mai auf den i. Junibrach, ohnfern dem neuen Thore am nördlichen Ende derEsplanade, in geringen Häusern nahe dem Wall, Feuer aus;gleich erscholl die Sturmglocke von den Thürmen, wahrend jaber zum Löschen geeilt wurde, erscholl in der Altstadt der jErkennungsruf: Per Fernando septimo, vencer o mo-rir! um noch mehr die Aufmerksamkeit der Besatzung hierherzu ziehen. Englische Fahrzeuge warfen zugleich Bombennach der Citadelle. Auf die Neustadt war aber die Absichtder Verschworenen berechnet. Es war mit dem italienischenKapital» Prorana verabredet worden, daß er, in dieserNacht im Fort Atarrazana Wache habend, solches bei demAllarm verlassen, unter dem Vorwand den Hafen zu decken, - >längs der Muralla de Mar abmarschiren, und seinen Postendadurch einem Trupp Bareolenesen in die Hände spielen sollte,welcher von der Rambka eindringen wollte. Prorana rückteaus, es stürzte sich ein Trupp Barcelonesen mit Handwaffengegen das Thor der Atarrazana, wurde aber von vorbereiteterArtillerie mit Kartätschen blutig empfangen. Gleiche Vor-bereitungen fanden Coupignys Miquelets an dem Hülfsthornahe Atarrazana, so wie an dem Hauptthor St. Antonio. ;An dem Atarrazana entgegengesetzten Ende der eine halbeStunde langen Rambla, schien das Glück dennoch den Barce- ,loneseN günstig werden zu wollen. Die Wache am Thor derEngel war bereits vertrieben, bewaffnete Bauern drangenein, gegen 300 aus dem Severiner Kloster durchgebrocheneGefangene hatten Feuergewehre und Munition erhalten, undverstärkten das Thor; nur wiederholten Bajonettangriffen ge- llang es, die Miquelets und befreiten Gefangenen wieder zum