zufolge sie nun allein auf den gefährlichen Kampf-platz gegen die ihnen an Zahl dreifach überlegenenSieger hingestellt wurden. Es fühlte jeder von ihnen,ohne grade muthlos zu werden, seine hohe Bestim-mung, vielleicht bald für sein Vaterland' und seinenKaiser sterben zu müssen, schnell herangerückt.
So erreichten sie die Ufer der Weichsel , an de-nen sie sich mit dem Neste der preußischen Truppenvereinigten; und zu entschuldigen ist dieser natürlicheRuhepunkt, wenn man berücksichtiget, daß die russi-sche Armee nicht zahlreich genug war, den siegtrun-kenen Feind zu bekämpfen, der äberdicß alle Hilfs-quellen im Besitz hatte.
Die feindliche Armee, durch die abgefallenen Po len verstärkt, rollte immer naher heran. Bald trennteuur noch der Weichselstrom die erbitterten Völker;denn die Verlorne Schlacht bei Austerlitz hatte Racheim Busen jedes braven Nüssen erzeugt, und die kleineZahl der einst sieggewohnten preußischen Armee, schloßsich, durch Unglück gedemüthigt, herzlich und vollVertrauen an sie an, um entweder mit ihnen unter-zugehen, oder den Verlornen Ruhm wieder ehrenvollherzustellen.
Um jeder Eifersucht zwischen den vereinigtenArmeen möglichst vorzubeugen, wurde das Kommandoüber beide dem General Benningsen übergeben, derjedoch zum erstenmahl Armeen kommandirte, und jetztden entscheidenden Kampf mit dem durch fünfzehnKriegsjahre gebildeten Feldherrngeiste des Kaisers Na-