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poleon und mit seinem ihn seit dieser Zeit begleiten-den Gluck beginnen sollte.
Wenn Rußland an der Wiederherstellung deöverloren gegangenen Gleichgewichts der europäischen Staaten viel gelegen war, so muste es Preußen al-lerdings, obwohl keinesweges, um es in, dc§Glücks vergrößern zu helfen, mit einer Hülfsarmeezu dem Kriege gegen Frankreich unterstützen: dochauch das hatte Rußland wahrscheinlich unterlassen,wenn es das so große Unglück der preußischen Waf-fen hatte ahnen können, obgleich so wie ihm Preu-ßens Vergrößerung nicht gleichgültig seyn konnte,es noch weit weniger sein Untergang seyn durfte;allein jetzt verkündigten ihm die lauten Erklärungendes Kaisers Napoleon , der^ mit 200,000 Mann ge-gen seine Grenzen heranrückte, die Gefahr, welcheihm selbst drohte. Jetzt war es für Rußland höchstwichtig, den Kriegsschauplatz nicht allein in Preu-ßen zu eröffnen — sondern auch darin zu erhalten.Der Kaiser Alexander entschied sich aus Regenten-pflicht, und aus Gefühlen der Freundschaft, weil siemit jener verträglich, den furchtbarsten Kampf zukämpfen; theils um die Selbststandigkeit seines Rei-ches zu erhalten, theils um seinem Alliirten, dem Kö-nige von Preußen möglichst einen Theil seiner Länderzurück zu erobern, oder doch wenigstens ihm einen er-träglichen Frieden zu erfechten, und endlich um dieweiten Entwürfe des Kaisers Napoleon an dem Boll-werk der russischen Tapferkeit ernstlich zu vernichten.