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Tagebuch während des Krieges zwischen Russland und Preussen einerseits und Frankreich andrerseits, in den Jahren 1806 und 1807 / geschrieben von Carl von Plotho
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pen hingeführt habe, den weichenden Feind ganz zuschlagen; und so seinen Sieg zu krönen durch glän-zende Erfolge. Menschlicher Kraft ist aber ein Zielgesetzt. Als am zweiten Lage der Schlacht,schon wollte es Abend werden, und leider auch fürdie russische Armee, die Unordnung bereits allge-mein war, der General die Schlacht für verloren, seineArmee für aufgelöst und gefangen hielt, da wardder Feind wie durch ein Wunder geworfen, und dierussische Armee behauptete ihre Stellung. Doch da-für fand auch des Feldherrn Blick an kolossaleMassen gewöhnt nur noch wenige ihre Fahnen be-schätzen. Feuer und Schwerdt hatten furchtbar ge-wüthet, und wem das Leben geblieben, den mahntenHunger und Ermattung an die Schwache der Men-schen-Natur. Wo Regimenter gestanden, sah manschwache Bataillone, und statt der Massen der Divi-sionen leicht zu übersehende Haufen.

Aber darf der Feldherr den Jammer der Mensch-heit achten? darf er, wenn auch 6c>jähriger Greisden Mühseligkeiten einer Schlacht unterliegen? Sollnicht Ehrgeiz und die Begierde nach neuen Lorbeerenden Schlachtengewinner über alle Gefühle erheben,ihn dafür lohnen, und die Hoffnung unübersehbarenElends ein Ende zu machen, und durch einen Schlagdie kommenden zu verhüten, soll sie ihn nicht mitMuth starken, auch über die größten Qualen hin-wegzusehen?

Das müssen die Generale Knorriug und Graf Tol-