Unter Liesen Instrumenten zeichnet -er Seekompaß sichganz vorzüglich aus. Der Gebrauch desselben ist schon sehralt, und Jakob de Viri, der um das Jahr iroo lebte,spricht davon als von einer langst bekannten, und für dieSchiffahrt sehr nützlichen Sache» Mehrere Nazioncnmachen Ansprüche, entweder auf die Erfindung, oder auf dieVervollkommnung. Die Italiener rühmen sich der Er-findung selbst. Die Engländer haben die schwebendeEinrichtung des KompaßeS erfunden. Von den Hol! ä n-dcrn kommen die bequemern Nahmen der Windstriche, welchein der teutschen Sprache gleichlautend sind, und die Fran-zosen haben die Linie an der Nordüntzc des KompaßcS an-gebracht, und gründen höhere Ansprüche auf diese Verzierung *).
*) Im Jahr igo; erschien zu Paris bey Rcnouard
und de Lau na y: Oissert-Ition §ur I'orl'giue i!e la Loue-solc, xar 0 . .-V. -drmii XVI. und IZZ Seiten, 8. DerVerfasser beweiset sehr gut, daß die Erfindung den Altenganz unbekannt war, auch weder den Arabern, nochweniger den Chinesen angehöre» So vortrefflich er aus-einandersetzt, wem sie nicht zuzuschreiben sey, so wenigüberzeugt er, wenn er die Entdeckung — ohne Beweis —den Franzosen zuschreibt, denen er, seinen ehemahligenLandsleuten zum Troz, ein Kompliment macht, obgleich erS. ivz die seiner Behauptung widersprechende Bemerkungmacht, daß uur die Einwohner einiger Städte inFrankreich sich bemühten, ihre Handels - und KriegS-Marine zu vermehren, welches vorzüglich auch die Vene-zianer, Genueser und Pisaner thaten, auf derenSchiffen die Kreuzzüger grvßtentheilü nach Palästina über-gesezt wurden»