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auf die Oberfläche -es Wassers, und bey der genauesten Be-rechnung würde er dennoch Gefahr laufen/ auf Untiefen z»gerathen, zu stranden und Schiffbruch zu leiden. Er bedarffolglich auch eines Instruments/ nicht nur um die größereoder qeringcrc Liefe des Mecrg rundeS/ svndern auchdessen Beschaffenheit zu erforsche»/ theils um die gefähr-lichen Untiefen und Klippen zu vermeiden/ theils auch umzu erfahre»/ ob Ankergrund/nämlich solcher Boden vor-Handen sey, in den die Anker eingreifen und festhalten können,widrigenfalls würden leztere entweder auf dem Grunde nach-schleppen oder zerbreche»/ und durch Zerreißung der Anker-taue verlohrcn gehen.
Zu dieser Untersuchung dient dasGenkbley. ES hat dieGestalt eines abgestumpften KegclS/ in dessen Oberende ein Lochgebohrt ist / durch welches eine Schnur oder dünnes Tau — dieLoth leine genannt — gezogen und daran festgebunden wird.Die Grundfläche ist i—r Zoll tief ausgehöhlt/ und diese HöhlungWird mit Talg gefüllt, an welchem die Bestandtheile desSeearnndeS, als Sand, Tbon, Muscheln, Pflmzen und der-gleichen klebend hängen bleiben, wovon jedesmahl, nachdemman das Senkbley geworfen hat, ein wenig auf ei» Brett-cheu gestrichen wird, welches eine Folge von Beobachtungendes Grundes giebt, aus welchem man unge''äbr die Gegend,wo man sich befindet, schätzen kann. Klippen machen bloseinen Eindruck in den Talg. Man bedeut sich gewöhnlichdrcycrlcy Arten von Senkbley, welche durch ilir Gewicht unddurch die Benennungen Haudloth, Mittelloth un>dTiefloth von einander unterschieden werden.