Band 
Erste Abtheilung.
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der Nachmittaqswache zusammen, indem die Mannschaft um4 Uhr nicht abgelöset, und zum Theil dadurch verhütet wird,daß die einen nicht immer die gleichen Wachen haben, sondernin den Zeiten abwechseln.

Die Wachen sind nicht zu allen Zeiten gleich stark, sonderndies hängt von der Rhcede, wo das Schiff vor Anker liegt,von der Witterung und von mehr andern Umständen, zumBeyspiel davon ab, ob man schwere Arbeit gehabt oder noch vorhat. Demnach ist bald ein ganzes, bald ein halbes Quartieraus der Wache, bald nur ein Drittel oder Viertel desselben.

Die Wache besteht aus einem Licutnaut, r oder z Ka-detten, i Steuermann, i Bootsmann oder Sckiemann, iKonstabcl und einem ihrer Maaten, i Qnartiermeistcr undeiner Anzahl Matrosen; ferner aus einem Serschantcn, iKorporal und einer Anzahl MarinicrS, welche jederzeit vondem gleichen Quartier sind. Von den Wachen sind mehrereDekofsizicrc ausgenommen, als die beiden Schiffer, derDoktor und Sekretär und ihre Gehülfen, der Schlsssqcist-liche, der Dottelier, ferner die Handwerker, besonders dieKöche, welche Leztcrn schon in der Nacht anfangen, die Spei-se» zu kochen, damit man frühe speisen könne, wobey sie ein-ander ablösen. Wenn aber: AlleSaufü oder: Itebcralk:.'gerufen wird, so darf niemand von dem ihm in diesem Fallangewiesenen Posten wegbleiben.

Auf der Rhecde währt die Wache der Offiziere und Ka-detten volle rg Stunden, wobey jedoch zu bemerken ist, daßsie bey gutem, gefahrlosem Wetter nicht genöthigt sind, dieNacht zu durchwachen, sondern da alles so nahe an der Handist, bat der Steuermann, welcher in Abwesenheit des Offi-