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Auf den Schiffen ist die Lintheilung der Zeit sehr vonderjenigen zu Lande üblichen verschieden; ehe wir also weiderin der Darstellung des DienstS fortfahren, ist es nöthig undzwckdicnlich, solche zu erklären. Die Zeit wird nicht inStunden, sondern in Wachen eingetheilt, von denen jede ausacht Glasen besteht; zwey Glasen machen eine gewöhnlicheStunde aus, folglich währt eine Wache 4 Stunden. ESbefinden sich im NachtbäuSchcn jederzeit r Sanduhren oderSandgläscr, von welchen das eine 4 Stunden, das andereaber nur eine halbe Stunde läuft. Sobald IcztcreS in jederWache Las crstcniahl ausgelaufen ist, ruft der wachhabendeSteuermann laut: ein Glas: welches durch einen Matrosenmit einem Schlag an der Glokc bemerkt wird. Wenn dasHalbstundcnglaS zum zwcytcnmahl zu Ende ist, so ruft er:zwey Glasen: und sofort läßt er alle halbe Stunden —welche daher Glasen genannt werden, — immer mit einemGlokenschlag mehr von i bis 8 die Zeit anzeigen. Wenn die-ses kleinere Glas das achte Mahl ausgelaufen ist, so muffauch das Vierstundcnglas zu Ende und somit die Wache be-endigt seyn.
Die Wache fängt Abends um 8 Uhr an, währt bis Mit-ternacht und heißt daher die erste Wache. Von rr bis 4Uhr wird die Hundewache, und von 4 bis 8 Uhr Morgensdie Lag w a eh e genannt. Die V 0 rmittagswachc dauertvon da bis um Mittag, wo dann die Nach», ittagüwacheanfängt, und bis 4 Uhr dauert. Die lez« Wache von 4 bisAbends 8 Uhr bat den sonderbaren Nahmen Plattfuß, ver-muthlich daher, weil ohnedas um diese Zeit gewöhnlich alles"ach u„L zur Arbeit bereit ist; auch hängt diese Wache mit