Band 
Zweyte Abtheilung.
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«nd dies« Wendung Zwingt zur Herstellung der dadurch ge-störten Ordnung, wozu nach Umständen manchfalligc Bewe-gungen erfodert werde»/ welche, um jeder Verwirrung vor-zubeugen, so kurz, einfach und zwckmäßig eingerichtet seynmüssen, als cS die Natur der Sache zuläßt.

Ehe eine Flotte absegelt, wird einem jeden Schiffe seineStelle angewiesen, und ihm seine Dcystcher nämlichdie zwey Schiffe, die unmittelbar vor und hinterihm in.derselben Linie segeln, bekannt gemacht. DieseSchiffe müssen sich bestreben, auch bey ungünstigen Umstän-den aufeinander zu folgen, sich nicht zu trennen, sonder» inder Nähe zu bleiben, wodurch die Formazion oder Herstel-lung jeder Ordnung sehr erleichtert wird. Die Entfernungeines Schiffs vom andern beträgt gewöhnlich eine Kabellänge,welche bey einigen Nazionen r;c> Faden, bey andern no,oder nur 100 Faden betragen.') Dieser Abstand wird durchdie Stärke des Windes, durch die mehr oder weniger durchLand, Sandbänke oder Untiefen beschränkte Ausdehnung desRaums, durch die Stärke und Stellung des Feindes, undvorzüglich dadurch bestimmt, daß die Schiffe Spielraum ge-nug haben, alle crfoderlichc» Bewegungen, ohne Gefahr am

*) Der Unterschied tiefer Maaße wird dadurch verringert,daß die Fuße, wovon 6 euren Faden ausmachen, zum Bey-spiel, bey den Franzosen , Leren SchiHt nur i«> Toiscn voneinander liegen, größer sind « bey den Holländern; wennder Pariser Fuß in 1440 Theile getheilt wird, so hält derAmstcrdammcr Fuß davon »Nr rr;;, und ist folglichum 18S Theilcher kleiner als jener.